Zeittafel

(entnommen aus der Ortschronik "Oberelbert: Einblicke", 1997)
 
vor 1200
Im Bann des Dorfes Humbach (Montabaur) besitzt der Erzbischof von Trier u.a. eine Wildhube zu "Elewarthin".

1212/14
In dem ausgedehnten Waldgebiet um Humbach, dem Forst "Spurginberch", gibt es zwei Försterhuben zu "Elewartin". Das sind Förster-Hofstellen mit im Wald eingerodetem Ackerland.

1233
In einem Streit zwischen den Mitgliedern des Stifts St. Florin zu Koblenz geht es um die Nutzung des Waldes "Pfaffenholz" bei "Elewarthe".

1362
Mit der Nennung von Niederelbert (inferiori Elewarten) kann auch auf das Bestehen von Oberelbert geschlossen werden.

1436
Oberelbert (Obern und Nyddern Elwart) ist erstmals namentlich nachzuweisen.

1463
In einem Vertrag vergleichen sich die Herrn von Helfenstein als Inhaber der Grundherrschaft Elbert und die Dörfer "Nieder Elbartt und Obern Elbart" wegen Abgaben der Bauern und einem Essen der Grundherrn.

1476
spätestens jedoch seit 1584 besitzt Oberelbert eine Kapelle.

vor 1500
Die "Zeche" Oberelbert ist Teil des Amtes und Bannes Montabaur. Nach der Teilung des Bannes Montabaur um 1550/60 kommt unsere Gemeinde zum Bann Holler.

1508
Die Vertreter von Ober- und Niederelbert erkennen nach altem Herkommen in einem "Weistum" den Erzbischof von Trier als Oberherrn und die Herrn von Helfenstein als Gerichtsherrn an.

1519
Die Hälfte der Grundherrschaft Elbert überträgt der Erzbischof von Trier den Herrn von Nassau (zur Sporkenburg) als Lehen.

1602
Dreiviertel der Grundherrschaft befinden sich in den Händen der Herrn von Metternich. Das restliche Viertel ist kurtrierischer Kameralbesitz.

1630/36
In einem Teilabschnitt des 30jährigen Krieges - dem "schwedischen Krieg" - wird Oberelbert ganz zerstört und unbewohnbar. Etwa ab 1642 setzen langsam der Wiederaufbau und die -besiedlung ein.

1711
Neubau einer Kapelle.

1770
Errichtung der Pfarrei mit Welschneudorf als Filiale.

1795
Die Dorfbewohner bringen ihr Vieh vor der plündernden französischen Revolutionsarmee in der "Metternicher Heck" in Sicherheit.

1802
Die bisher kurtrierischen Oberlberter werden nassauische Untertanen.

1811
Am 12. September brennt das Dorf bis auf 6 kleine Häuser nieder.

1812
Wiederaufbau des Gemeinde(back)hauses, 1815/16 des Pfarrhauses, 1823/24 der Schule und 1830/32 der Kirche.

1813/15
Versprengte französische Soldaten schleppen auf ihrem Rückzug aus Rußland den Typhus ins Dorf. Viele Menschen sterben infolge Ansteckung an der Krankheit.

1820
Verlegung des Friedhofs von der Kirche an seinen gegenwärtigen Standort.

1866
Aus Nassauern werden Preußen.

1913
Am "Bußkreuz" wird eine Fliegerstation eingerichtet. Mitte August verunglücken zwei Flugzeuge beim Landeanflug.

1916
Während des 1. Weltkriegs (1914-1918) führt die Petroleumknappheit zur beschleunigten Versorgung mit elektrischem Strom. Am 3. März brennen erstmals elektrische Straßenlampen.

1923
Die Häuser werden an die neue zentrale Wasserversorgungsanlage angeschlossen.

1926
Am 11. November wird die Postbuslinie Montabaur-Welschneudorf über Oberelbert eingerichtet.

1926/31
Rege Bautätigkeit im Ort.

1939/45
Im 2. Weltkrieg büßen 38 Oberelberter ihr Leben durch Kriegshandlungen ein.

ab 1953
Ausweitung des Ortes durch neue Baugebiete.

1962
Bau der neuen Schule, 1964 Einweihung.

1966
Einführung der Müllabfuhr.

1972
Die Ortsgemeinde schließt sich der Verbandsgemeinde Montabaur an.

1982
In der Gemeinde findet kein Schulunterricht mehr statt.

1993/94
Bau der "Stelzenbachhalle", 1994 (25.11.) Einweihung

Ende 1997
Oberelbert erwartet den 1 000. Einwohner

1999/2000
Erschließung des Neubaugebietes "Im Flürchen" mit 53 Baugrundstücken

2000
Anbau an die "Stelzenbachhalle" mit Laden, Gaststätte; Bankfiliale und weiteren Gemeinderäumen

30.6.2001
Oberelbert überschreitet mit 1014 Einwohnern mit Hauptwohnsitz die 1000-Einwohnermarke

2001
Oberelbert wird im Sonderwettbewerb des Westerwaldkreises "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft" schönstes Dorf im Westerwald